am Institut für Wirtschafts- und Erwachsenenpädagogik


Pädagogik für die Informationsgesellschaft

"Die Hochschulen müssen ihre Bemühungen um differenzierte Studienangebote im Bereich der neuen Informations- und Kommunikationstechniken fortsetzen." (BLK 1992)

Mit dem in Deutschland ersten Lehrstuhl Pädagogik und Informatik am Institut für Wirtschafts- und Erwachsenenpädagogik der Philosophischen Fakultät IV dokumentierte die Humboldt-Universität zu Berlin, daß sie der Bedeutung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien für den Bildungsbereich einen hohen Stellenwert beimißt. Die Automatisierung "geistiger" Prozesse durch Computertechnik und ihre Möglichkeiten für Lehren und Lernen sollen reflektiert und konstruktiv für die Ausbildung von Pädagogen genutzt werden. Dies verbessert zum einen die Qualität des Unterrichts in Schulen und Unternehmen und sichert zum anderen Arbeitsplätze - nicht nur die der angehenden Lehrer, sondern auch die der jungen Menschen, die Pädagogen auf die Informationsgesellschaft vorbereiten.

Diese strukturelle Entscheidung und ihre medienpädagogische Umsetzung in Lehre, Forschung und Dienstleistung haben eine vielfache positive Resonanz weit über die HUB hinaus gefunden. "Pädagogik und Informatik" ist ein Aushängeschild für die Innovationsbereitschaft der traditionsreichen Humboldt-Universität geworden.

Innovative Lehre

Wir möchten Absolventen des Fachbereichs (in Magister- wie Lehramtsstudiengängen) eine solide informationstechnische Bildung vermitteln:

Mit innovativen Lehrveranstaltungen beteiligt sich die Abteilung Pädagogik und Informatik an den Studiengängen für Magister sowie mit eigenen Wahlpflichtangeboten im Studienbereich "Curriculum und Unterricht" für Lehrer an allgemein- und berufsbildenden Schulen. Im Zentrum steht die Reflexion pädagogischer Prozesse im Rahmen neuer Lehr-Lernverfahren, die Auswirkung der Digitalisierung von Informationen auf das kognitive und emotionale Erleben von Kindern und Jugendlichen sowie die Konsequenzen der Computerisierung auf institutionelle und didaktische Steuerungsprozesse.

Seit 1994 werden Magisterstudenten im Rahmen des "Studienplans Pädagogik und Informatik (D5)" ausgebildet; er sieht obligatorische Veranstaltungen im Grundstudium sowie Wahlpflichtveranstaltungen aus mehreren Bereichen vor und thematisiert adressatenbezogen Aspekte der Informationsgesellschaft unter pädagogischen Theoriestellungen (z.B. Modellierung, Simulation, Multimedia, Hypertext, Planungs- und Entscheidungssysteme, virtual reality; Ethik der Computernutzung).

Erschließung des Internet für die pädagogische Arbeit

Im BLK-Modellversuch "Informatische Bildung von Lehrerstudenten" entwickeln wir ein multimediales Paket von Lehrtexten, Skripten, Grafiken, Bild- und Tondateien, Lernsequenzen und Lernarrangements sowie eine Sammlung exemplarischer Software für Lehre und Selbststudium auf der Basis eines hypermedialen Systems für verschiedene Studiengänge zur Nutzung über CD-ROM und das Internet.

Seit Frühjahr 1994 betreiben wir einen eigenen WWW-Bildungs-Server. Er hat sich schnell zu einem pädagogischen Zentrum im deutschsprachigen Internet entwickelt, das auch externen Institutionen die Möglichkeit gibt, mit eigenen Informationsangeboten weltweit präsent zu sein.

Studierende, Diplomanden und Lehrende nutzen den Server im Sinne einer "virtuellen Universität" als Ergänzung zu traditionellen Formen der Lehre. Sie können z. B.:

Hypermedia-Labor

Hier untersuchen wir in Kooperation mit Bildungsinstitutionen und der Wirtschaft multimediale Lehr-Lern-Systeme auf ihre lern- und modelltheoretischen Annahmen und bestimmen die Bedingungen für ihre didaktische Optimierung. Die Ressourcen des Labors einschließlich der Sammlung exemplarischer Lernprogramme für verschiedene Fächer stehen allen Mitarbeitern der Fakultät zur Verfügung. Im Rahmen der Bildungsinitiative "Schulen ans Netz" erproben wir Client-Server-Lösungen für den Einsatz an Landesservern und an Schulen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt betrifft die Analyse von Lernprozessen unter dem Postulat virtueller Lernorte und kooperativer Arbeit in verteilten informationstechnischen Systemen (hier besonders die digitale Video-Kommunikation).

Entwicklung und Beratung für die Erziehungswissenschaft

Die Abteilung Pädagogik und Informatik hat wichtige Dienstleistungsaufgaben für die informationelle Infrastruktur der Philosophischen Fakultät IV übernommen. Sie entlastet damit die Institute von der Notwendigkeit, bei der Beherrschung der EDV (lokale und internationale Netze, Multimedia, Hypertext) und ihrer pädagogischen Nutzung eigene Sach- und Hilfskraftmittel einzusetzen; die Synergieeffekte einer Beratung und Koordinierung durch die Abteilung inclusive dem Einsatz erheblicher Drittmittel sparen knappe Ressourcen. Hier ist zu nennen:

Drittmittelprojekte


Lehrveranstaltungen

Mitarbeiter


Verantwortlich: Prof. Dr. Peter Diepold Humboldt Universität, Abt. Pädagogik und Informatik, Geschwister-Scholl-Str. 7, D-10099 Berlin, Tel. (030) 2093 4178; Fax: -4198, E-Mail: diepold@educat.hu-berlin.de. Verweise auf Quellen (URLs) im Original: http://www.educat.hu-berlin.de/info/wiruns.html