Samba ist eine frei erhältliche Software, die nach der GPL (GNU Public License) also auch frei kopierbar ist. Mit diesem Packet kann man Ressurcen in einem gemischten DOS / UniX Netz Ressurcen teilen. Samba bietet die Möglichkeit UniX Laufwerke zu exportieren und so für DOS Rechner nutzbar zu machen. Gleichzeitig bleiben alle Rechte der Unix - Welt erhalten. Das bedeutet, daß man sich eine Architektur schaffen kann, die über die normalen Möglichkeiten von DOS/Windows hinausgeht. (Windows NT sei hier mal außen vorgelassen)
Bei diesem Installationsbeispiel gehen wir davon aus, daß das aktuelle Betriebssystem im Pool DOS mit aufgesetztem WFW ist. Weiterhin muß ein Rechner ausgesucht werden, der als Server eingesetzt werden kann. Dieser Rechner muß mindesten ein 386er PC sein, auf dem das ebenfalls frei erhältliche Betriebssystem LINUX installiert werden muß, oder bereits läuft. Es reicht eine Minimalinstalation, die selbst von einem Laien Menugeführt vorgenommen werden kann. Der Grund dafür ist, daß SAMBA ausschließlich auf der UNIX (LINUX) - Seite installiert werden muß und für DOS/Windows absolut unsichtbar ist.
Für unseren Zweck ist es empfehlenswert, auf diesem Rechner außerdem DOS/Windows zu installieren. Das ist nicht unbedingt notwendig, jedoch erleichtert es die administrative Tätigkeit des Betreuers für bestimmte Zwecke wesentlich, wie wir später noch sehen werden.
In einem Netz, wie wir es bauen wollen benötigen wir IP (Internet Protocol) - Adressen. Sie sollten also für jeden Rechner eine IP - Adresse festlegen. Desweiteren sollten Sie jeder Adresse auch einen Namen zuordnen, damit später ein Rechner auch über seinen Namen aufgerufen werden kann. Haben sie vor, mit ihrem Rechner z.B. über die LaBi an's Internet zu gehen sollten sie sich von dort eine IP - Adresse geben lassen. WICHTIG: Eine IP -Adresse ist eindeutige Zuordnung für einen Rechner und darf nicht doppelt vergeben werden (auf der ganzen Welt ), da es sonst zu Adresskonflikten kommen kann. Es gibt jedoch reservierte Adressbereiche, die vergeben werden dürfen. Ist keinerlei Internetanbindung vorgesehen kann man auch andere Adressen verwenden, was zwar unschick aber möglich ist.
Die verbliebenen Arbeiten finden auf den Clients statt, sprich auf den Rechnern auf den der Service von Linux genutzt werden soll. Wir benötigen noch eine klitzekleine Software, den TCPIP Stack von Microsoft. Die Firma bietet auf Ihre Server ein Programm an, welches tcp32b.exe heißt. Die Firmenbezeichnung dafür ist "TCP/IP-32 v. 3.11b for Windows for Workgroups". Die Software ist frei kopierbar und z.B. auf dem (übrigens sehr guten) FTP - Server der Universität Würzburg z finden, die einen Microsoft Mirror eingerichtet hat, zu finden.Vorteile:
Das Verzeichnis in dem sich die Datei befindet ist:ftp://ftp.rz.uni-wuerzburg.de/pub/pc/microsoft/Softlib/MSLFILESLegen Sie vorzugsweise im Windows - Verzeichnis des Clients - Rechners ein Vezeichnis an, das beispielsweise TCP32 hießen kann. Kopieren Sie die tcp32b.exe dort hinein und führen Sie sie aus. Die Datei ist ein selbstentpackendes Archiv und enpuppt sich nun zu unserer begehrten TCP/IP Software.
Vergewissern Sie sich, daß beide Rechner über eine Netwerkkarte verfügen und miteinander verbunden sind.
- Zunächst starten wir Windows für Workgroups. Ist die Netzwerkunterstützung bereits installiert, loggen wir uns mit einem Linux - Login ein. Das machen wir damit uns der Linux - Server nach der Installation der Software auf DOS - Seite auch akzeptiert. Es ist möglich unter DOS einen anderen Login - Namen und Passwort als unter Linux zu benutzen, dazu müssten wir unter Linux erst noch Konfigurationsarbeit leisten. Wir wollen aber erst mal ein Erfolserlebnis haben.
- Ist noch keine Netzwerkunterstützung eingerichtet, gehen wir wie folgt vor:
- Netzwerksetup starten und auf Netzwerke... klicken!
- In dem jetzt auftauchenden Fenster Micrisoft Netzwerke auswählen! Mit OK bestätigen.
- Sie kommen zurück in das Hauptmenu, in dem jetzt die Schalter 'Freigabe...' und 'Treiber' aktiv sind. Wenn Sie den Schalter 'Freigabe...' betätigen können Sie wählen, ob Sie Verzeichnisse oder / und Drucker des Gerätes teilen wollen. Ich habe Verzeichnisse teilen angekreuzt. Man kann später noch Änderungen vornehmen.
- Jetzt im Hauptmenu den Schalter "Treiber" betätigen. Sie kommen jetzt in ein neues Fenster, in dem sie die Nezwerktreiber installieren müssen. Dazu betätigen Sie den Schalter "Adapter hinzufügen..." und wählen den passenden Adapter aus. Bestatigen sie mit OK und machen Sie dann in den folgenden Fenstern die Angaben die Sie benötigen um Ihre Netzwerkkarte zu konfigurieren!
- Im nächsten Menu werden die Protokolle eingerichtet. Die beiden Standartprotokolle nehmen wir, aber wir müssen noch ein weiteres hinzufügen, nämlich TCP/IP. Das hatten wir ja in [laufwerk]:\windows\tcp32 zur Verfügung gestellt. Diesen geben den Pfad bei der Installation an.
- Als letztes muß noch das TCP/IP für den Client konfiguriert werden. Das Setup dazu wird beim installieren des vom TCP/IP sowieso auftauchen. Falls sich im nachhinein noch Änderungen ergeben genügt ein Klick auf das TCP/IP-32 3.11b Protokoll im Netwerksetup.