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Durch die Möglichkeiten, die die neuen Technologien im Bereich Computer/Internet mit sich bringen, werden auch im Bereich Datenschutz immer wieder neue Fragen aufgeworfen. Hier einige Beispiele, die den Konflikt zwischen staatlichen, kommerziellen und privaten Interessen wiederspiegeln:
Es existieren Verschlüsselungsverfahren wie PGP ("Pretty Good Privacy"). Entsprechende Programme verschlüsseln Texte in binärer Form so, dass auch die schnellsten der heutigen Rechner jahrzehntelang brauchen würden, um den Originaltext wiederherzustellen. Für kriminelle Vereinigungen stellen solche Verfahren eine Möglichkeit dar, ihre Botschaften für ihre "Gegner" unlesbar zu machen, damit auch die Beweisführung zu erschweren oder gar unmöglich zu machen. In einigen Ländern gibt es bereits Verbote solcher Techniken oder bestimmte Auflagen wie eine limitierte "Verschlüsselungsstärke" oder Exportverbote.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich Leute, die solche Techniken zu ihrem eigenen Schutz anwenden möchten. Was im Internet an Daten durch die Leitung geschickt wird, ist in der Regel unverschlüsselt. Das Überwachen und "Abhören" einer Verbindung ist technisch nicht schwer. Aus diesem Grund ist es nur zu verständlich, dass persönliche Daten wie z.B. die Kreditkartennummer mit möglichst sicheren Verfahren verschlüsselt werden wollen.
Eine Gruppe, die vor allem an den Rechten, persönliche Daten weiterzureichen, interessiert ist, sind die Firmen, die Kundenprofile erstellen und diese an Werbe- und Marketingabteilungen verkaufen. So werden Sie auf WWW-Seiten oft aufgefordert, persönliche Daten, auch zu finanziellen / familiären Verhältnissen, Hobbies etc. anzugeben.
Die so gesammelten Daten werden dann für verschiedene Zwecke verwendet. Zum einen für Statistiken, wobei in der Regel die Anonymität der Personen, von welchen die Daten stammen, gewährleistet ist. Zum anderen aber auch für sehr persönliche Kundenprofile, in denen alle Ihre Gewohnheiten und Interessen festgehalten werden. Das beginnt bei den kostenlosen Email-Anbietern wie Hotmail, GMX und vielen anderen, die auf ihren Webseiten Werbebanner einblenden und sich damit finanzieren. Solche Anbieter verwenden Kundenprofile, um nur die Werbe-Angebote einzublenden, die den Kunden auch interessieren könnten. Während diese Praktiken durchaus auch im Interesse des Kunden sein können, gibt es aber auch Firmen, die offensiver vorgehen und versuchen, möglichst viel über ihre Kunden zu erfahren und die zu diesem Zweck auch Daten miteinander austauschen. Wenn Sie das nicht möchten, achten Sie bei Angeboten, vor allem kostenlosen, auf eine Möglichkeit (z.B. ein kleines Klickfeld, das zu aktivieren ist), die Weitergabe persönlicher Daten ausdrücklich zu untersagen. Wenn keine solche Möglichkeit gegeben ist, sollten Sie auf jeden Fall vor dem Abschicken Hinweise zur Verwendung der Daten durchlesen.
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