Empirische Begleitforschung:
Methode
Das erste Semester des Modellversuchs wurde im wesentlichen dazu genutzt, eine sinnvolle Untersuchungskonzeption zu
entwickeln. Außerdem wurden in dieser Zeit die dazu
notwendigen Untersuchungsinstrumente hergestellt. Die eigentliche Begleitforschung wurde dann im zweiten, dritten und
vierten Semester des Modellversuchs, also dem Sommersemester
1998, dem Wintersemester 1998/99 und dem Sommersemester 1999,
durchgeführt.
Gegenstand der Begleitforschung waren zum einen die
beiden zum Modellversuch gehörigen Veranstaltungen, also
die von Herrn Diepold gehaltene multimediale Vorlesung "Lehren und Lernen in der Informationsgesellschaft" und das von
Frau Politt und Herrn Schaale gehaltene Proseminar "Computer
als Denkzeug". Um einen Vergleichsmaßstab für
diese Veranstaltungen zu bekommen, wurden außerdem noch
alle anderen Vorlesungen, die genau wie die Vorlesung von
Herrn Diepold als Einführungen in die Erziehungswissen
schaft angeboten wurden, betrachtet. In jedem der drei Semester des Untersuchungszeitraums fanden jeweils drei derartige
zusätzliche Einführungen statt. Laut Untersuchungsplan sollte in allen eben genannten Veranstaltungen jeweils
eine Eingangs- und eine Ausgangsbefragung durchgeführt
werden. Im wesentlichen konnte dies auch verwirklicht werden.
Aufgrund organisationeller Schwierigkeiten verschiedenster
Art musste aber in jedem der drei Semester in jeweils einer
der drei zusätzlichen Einführungen in die Erziehungswissenschaft die Ausgangsbefragung entfallen.
Sowohl Eingangs-, als auch Ausgangsfragebogen beginnen
mit der Bitte, eine Code-Nummer bestehend aus den Geburtsdaten der Eltern einzutragen. Die Code-Nummer sollte es ermöglichen, die zur selben Person gehörenden Eingangs- und Ausgangsfragebögen einander zuzuordnen, ohne
die Anonymität zu verletzen. Sowohl der Eingangs- als
auch der Ausgangsfragebogen bestehen aus fünf Frageblöcken. Im Eingangsfragebogen beziehen sich die Fragen des ersten Blocks auf das Geschlecht, das Alter und den
bisherigen Ausbildungsgang. Beim Ausgangfragebogen zielen die
Fragen im ersten Block auf den Veranstaltungsbesuch im laufenden Semester ab. Alle weiteren Frageblöcke sind
für beide Fragebögen identisch. Der zweite Frageblock besteht aus 20 Fragen zur Computerängstlichkeit,
der dritte aus 6 Fragen zum Verhalten bei Problemen mit dem
Computer, der vierte aus 9 Fragen zum Selbstvertrauen, neue
Computeranwendungen zu lernen, und der fünfte aus 25
Fragen zum bisherigen Umgang und der bisherigen Erfahrung mit
dem Computer (siehe Anhang A und Anhang B).
Die Fragen in den Frageblöcken zwei, drei und vier
zielen darauf ab, die Größen zu erfassen, die
durch die Veranstaltungen beeinflusst werden sollten. Diese
Fragenblöcke wurden deshalb in Auseinandersetzung mit
den Lehrenden im Proseminar entworfen bzw. ausgewählt.
Die Fragen des zweiten Frageblocks sind dabei eine deutsche
Version des Computerängstlichkeitsfragebogen von Rosen
und Weil (1995). Die Fragen des dritten Frageblock sind von
den Lehrenden des Proseminars selber zusammengestellt worden,
die Fragen des vierten Frageblocks vom Evaluator in Absprache
mit den Lehrenden.
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