Empirische Begleitforschung
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Zusammenfassung
Die Materialien auf der CD wurden im Laufe des Modellversuchs in Auseinandersetzung mit zwei universitären
Lehrveranstaltungen entwickelt. Eine dieser beiden Veranstaltungen war ein Proseminar mit dem Titel "Computer als Denkzeug", die andere war eine Einführungsvorlesung in die
Erziehungswissenschaften mit dem Titel "Lehren und Lernen in
der Informationsgesellschaft". Begleitend zur Entwicklungsarbeit wurden empirische Untersuchungen durchgeführt.
Gegenstand dieser Untersuchungen waren die beiden im Modellversuch durchgeführten Veranstaltungen, sowie - zum
Vergleich - die Vorlesungen, die außerhalb des Modellversuchs als Einführungen in die Erziehungswissenschaften angeboten wurden. Die empirische Begleitforschung sollte
zwei Zielsetzungen dienen: 1) die für das Thema des
Modellversuchs wichtigen Merkmale der Lehrveranstaltungsteilnehmer sollten festgestellt werden; und 2), soweit dies aufgrund der Rahmenbedingungen möglich war, sollte die
Wirkung der Lehrveranstaltungen erfasst werden.
Als Ergebnis der Begleitforschung zeigt sich, dass sowohl die Modellversuchsvorlesung, als auch das Modellversuchsproseminar einen speziellen Teilnehmerkreis angezogen
haben. Bei den Teilnehmern der Modellversuchsvorlesung war
der Frauenanteil deutlich niedriger als bei den Personen, die
nicht an dieser Vorlesung teilnahmen. Der Anteil an Studierenden für das Lehramt war vergleichsweise höher
und das durchschnittliche Studiensemester war niedriger. Im
Vergleich zu den Personen, die nicht am Proseminar teilnahmen, waren die Teilnehmer am Proseminar älter und in
einem höheren Studiensemester. Außerdem war dort
der Anteil von Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung
vergleichsweise höher. Vor allem zeichneten sich die
Proseminarteilnehmer aber dadurch aus, dass sie weniger Erfahrung mit dem Computer, mehr Angst vorm Computer und weniger Selbstvertrauen, neue Anwendungen am Computer zu lernen,
hatten. Im Proseminar hat sich damit genau die Personengruppe
eingefunden, die von dem Modellversuch angesprochen werden
sollte.
Weiter zeigen sich deutliche Geschlechtsunterschiede.
Männer hatten die entschieden positivere Beziehung zum
Computer. Sie hatten mehr Erfahrung mit dem Computer, weniger
Angst vorm Computer und mehr Selbstvertrauen, neue Anwendungen zu lernen. Der Anteil der Personen, die einen eigenen
Computer besitzen, stieg in den drei Semestern, in denen die
Begleitforschung durchgeführt wurde, kontinuierlich an.
Ansonsten veränderte sich die Beziehung der Studierenden zum
Computer über diesen Zeitraum hinweg nicht nennenswert.
Als letztes zeigt sich auch eine positive Wirkung des Proseminars. Während des Semester stieg bei diesen Personen
das Selbstvertrauen, neue Anwendungen am Computer zu lernen,
stärker als bei Personen, die das Proseminar nicht besucht hatten.
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