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Zurück zum Kapitelanfang Unterschiedliche Lernsoftware-Arten

  1. Lernprogramme oder Kurse
  2. Übungssoftware
  3. Multimediale Informationssysteme / Sammlungen
  4. Simulationsprogramme

1. Lernprogramme oder Kurse

Multimediale Lernprogramme führen anhand unterschiedlicher Lernsituationen in neue Wissensbereiche ein: Sie bieten Informationen, dazu Erläuterungen, Übungsmöglichkeiten und gezielte Abfragen, um das gelernte Wissen zu überprüfen. Im allgemeinen gibt es eine didaktisch-methodische Planung und eine empfohlene Reihenfolge, die allerdings durch Querverweise und unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten individuell genutzt werden kann.
Merkmale: mit Hilfe von Ton, Text, Videousw. wird das zu lernende Wissen in eine Anwendung eingebaut, es fördertdas Lernen innerhalb eines gezielten Lernbereiches, meist gibt es keine Verbindungen zu anderen Themen, Einsatzort: überall

Beispiele: 'Multimedia Beethoven: Sinfonie Nr. 9',Englisch-Lernprogramme,
Physik: Einführung in die Mechanik
Beider Beethoven-CD werden mit Hilfe der Tonwiedergabe einzelne Teile oder aber auch das ganze Stück vorgespielt und gleichzeitig der erklärende Text auf dem Bildschirm angezeigt. Mit Hilfe der Quizfunktion kann man sich selbst überprüfen.
Sprach-Programme stellen meist eine typische alltagssprachliche Situation (z.B. im Cafe) dar, in der dann inhaltlich zu dieser Situation Ton und Text angezeigt wird. Am Endejeder solchen Situation erfolgt eine Abfrage des gelernten Wissens.

2. Übungssoftware

Ein begrenzter Lernstoff wird - durch wiederholte Übungsaufgaben, Einbettung in andere Zusammenhänge, multiplechoice oder ähnliche Abfrage - geübt. Bei Bedarf werden Korrekturen, Erklärungen und weitere Informationen gegeben.

3. Multimediale Informationssysteme / Sammlungen

Multimediale Informationssysteme geben ein Informationsangebot mit Hilfe von Ton, Standbild, Animation, Videosequenzen, Tabellen und Texte umfassend wieder. Aufgebaut ist so ein Programm wie ein "Buch"-Lexikon;grundsätzliche Unterschiede: Einspielung von Originalton oder Videomöglich. Meist haben diese Programme eine Hyperverlinkung, d.h. wenn bei einer Beschreibung eines Wortes ein neues unbekanntes Wort auftaucht,kann man dieses sofort anklicken und sich anschauen.
Merkmale: gezielte Informationssuche ist möglich, Selbstbestimmung der eigenen Zielsetzung, meist keine Abfrage von erlerntem Wissen, kein"Leitfaden" innerhalb des Programmes, meist keine expliziten Lernziele. Was, wieviel und zu welchem Zweck gelernt wird, bleibt dem Benutzer überlassen.
Beispiele: multimediale Nachschlagewerke wie z.B. 'Encarta', geschichtliche Quellenzusammenstellungen, "virtuelle Museen"

4. Simulationsprogramme

Ein Simulationsprogramm kann ein reines Lernprogramm sein, oder aber auch ein Spiel. Bei dem Lernprogramm werden "Erfahrungen" geschult,wie z.B. in der Medizin, die der Student dann später in der Praxis einsetzen kann. Im Spiel wird man "spielerisch", also z.B. mit einer kleinen Geschichte in ein Problem eingeweiht, welches man dann lösenmuß.
Merkmale: Sammlung von Erfahrungen über meist komplexe Prozeßabläufe,die in der Realität kaum zu sammeln sind, weil dies zu teuer, zu zeitaufwendig oder zu gefährlich ist, Hilfe zur Vorstellung über das Wirkungsgefüge,komplexe Denkleistung wird geschult. Folgende Bereiche sind besonders häufig vertreten: komplexe gesellschaftliche oder wirtschaftliche Entwicklungen, Simulation physikalischer Prozesse und medizinische Techniken,
Beispiele:
Trainigsprogramme für Piloten
Medizinstudenten müssen die richtige Dosierhöhe eines Medikaments angeben,
Wirtschaftssimulationen, in denen man z.B. den Bürgermeistereiner Stadt spielen muß (SimCity)


Weiterführende Möglichkeiten

Eine zusammenfassende Einführung bietet ein Referat von Fred Greule (Beauftragter für Informatik, Erziehungsdepartement des Kantons Aargau): http://aula.bias.ch/materialien/referate/cuuref2000/cuuref.html
Eine andere umfassende Einführung findet sich unter http://www.educat.hu-berlin.de/lernsoftware/index.html


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