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Lernsoftware

Lernziele

Mit dem Begriff Lernsoftware bezeichnet man Programme für den Computer, mit deren Hilfe Lernende sich eigenständig mit einem bestimmten Stoffgebiet vertraut machen können.

Arten von Lernsoftware

Lernsoftwareprogramme bieten im Vergleich zu Büchern eine Vielfalt zusätzlicher Möglichkeiten; so kann man Bilder, Texte, Grafiken und sogar Filme mit einbinden oder komplexe, gefährliche, teuer oder zeitlich langerstreckte Prozesse simulieren.
Nach ihrer Zielsetzung läßt sich Lernsoftware in folgende Arten unterteilen:

  1. Lernprogramme oder Kurse
    Ein größeres Fachgebiet wird neu vermittelt, erklärt und geübt, eventuell auch in Tests abgefragt. Im allgemeinen gibt es eine didaktisch-methodische Planung und eine empfohlene Reihenfolge, die allerdings durch Querverweise und unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten individuell genutzt werden kann.
    Beispiele: Einführung in die Mechanik, Sprachkurse
  2. Übungssoftware
    Ein begrenzter Lernstoff wird - durch wiederholte Übungsaufgaben, multiple choice oder ähnliche Abfrage - geübt. Bei Bedarf werden Korrekturen, Erklärungen und weitere Informationen gegeben.
    Beispiele: Vokabeltrainer, Rechtschreibtrainer, Rechenprogramme
    Sonderform: multimediale Lern-Spiele oder "Abenteuer"
    Einige Übungsprogramme sind wie ein Spiel oder ein Abenteuer aufgebaut. Dieses kann man nur bestehen, wenn man bestimmte Aufgaben lösen (z.B. eine Aufgabe rechnen) kann.
    Beispiele: diverse Deutsch- und Matheprogramme für Grundschulschüler, z.B."Fürst Marigor und die Tobis"
  3. Multimediale Informationssysteme / Sammlungen
    Das Wissen wird nur angeboten, es gibt jedoch meist keine expliziten Lernziele. Was, wieviel und zu welchem Zweck gelernt wird, bleibt dem Benutzer überlassen.
    Beispiele: multimediale Nachschlagewerke, geschichtliche Quellenzusammenstellungen, "virtuelle Museen"
    Sonderform: virtuelle Lernumgebungen
    Oft wird eine solche Zusammenstellung von Materialien zusammen mit bestimmten 'Werkzeugen' angeboten, die es den Benutzern ermöglichen, sich die Materialien persönlich zusammenzustellen und sich aktiv mit ihnen auseinanderzusetzen und sie zu bearbeiten.
    Beispiel: 'Winnie im grünen Klassenzimmer'
  4. Simulationsprogramme
    Komplizierte Sachverhalte und Prozesse werden in einer Simulation demonstriert, da eine reale Demonstration zu zeitaufwendig, zu teuer, zu unüberschaubar oder aus anderen Gründen nicht machbar wäre.
    Beispiele: Simulation physikalischer Prozesse, medizinischer Techniken, komplexer technischer, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Entwicklungen

Selbstverständlich gibt es Mischformen. Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie auf der Seite Unterschiedliche Lernsoftware-Arten.

Kriterien zur Bewertung von Lernsoftware

Damit man beurteilen kann, ob eine Lernsoftware für einen bestimmten Zweck, eine Altersgruppe oder einen Lernort geeignet ist oder nicht, bzw. damit man für sich persönlich eine Richtlinie schaffen kann, wurden Kriterienkataloge (Kriterien zur Bewertung von Lernsoftware) entwickelt.

Mit diesen Kriterienkatalogen wurden ausgewählte Lernsoftware-Programme auf der Seite Beispiele für bewertete Lernsoftware bewertet.


Übung

  1. Erkundigen Sie sich, wo Sie in ihrer Umgebung Lernsoftware anschauen und ausprobieren können.
  2. Welche Programme kommen für Ihr Unterrichtsfach in Frage?
  3. Beurteilen Sie mit Hilfe eines Kriterienkatalogs eine Lernsoftware aus einem für Sie interessanten Fach und überprüfen Sie, was für Sie persönlich am wichtigsten ist und was nicht.


Weiterführende Möglichkeiten

Wo kann man sich Lernsoftware ansehen?

weitere Webseiten und Literatur zum Thema "Lernsoftware"

Lernsoftware-'Highlights'


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