| Name: | Physik Mechanik |
| Version: | ??? |
| Ausgabe: : | 1998 |
| Autoren: | Universität Koblenz, Institut für Mediendidaktik in Zusammenarbeit mit dem Südwestfunk Ausbildungsprogramm / Telekolleg |
| Vertrieb: | Mentor Verlag Dr. Ramdohr KG
Software-Vertrieb Portfach 401120 80711 München |
| ISBN: | 3-580-63664-2 |
| Preis: | 99 DM (für 39.- im Saturn gesehen -- falsch ausgepreist ?) |
|
Schüler der Oberstufe |
|
"Nachmittagsmarkt" - Neuerwerb und Festigung von physikalischen Zusammenhängen |
|
Ausgesuchte Kapitel der Mechanik |
|
|
|
Lehrstoff für ein Schulhalbjahr |
|
1 -Platz Lizenz |
|
|
Das Programm richtet sich an Schüler und Schülerinnen der Oberstufe. Es orientiert sich an den Rahmenplänen der Bundesländer (Berliner Rahmenplan Klasse 12 erstes Halbjahr) und bewegt sich am Niveau eines Leistungskurses. Durch diese Orientierung wird es auch für Studenten im Grundstudium empfohlen und benutzbar.b) Intentionen des Programmes
Es werden außer der Bedienung der Maus keine computerspezifischen Kenntnisse vorausgesetzt. Auf Standardhardware erfolgt die Installation selbsttätig, problemlos und schnell.
Ziel des Programmes ist die Vermittlung von physikalischen Sachverhalten und der üblicherweise zur Beschreibung dieser dienenden mathematischen Schreib- und Bearbeitungsweisen. Die Idee in diesem Programm ist, durch virtuelles Experimentieren zum Verstehen zu gelangen. Diese Experimente werden am Bildschirm vorgestellt und es gibt auch meistens die Möglichkeit diese mit eigenen Einstellungen auszuführen.c) Thema
Da sich das Programm an der Schule orientiert, erschöpft sich die Lernerfolgskontrolle in der Berechnung von zu den jeweiligen Kapiteln passenden Aufgaben. Schüler der Oberstufe können das Programm zur Abiturvorbereitung nutzen. Studenten der Naturwissenschaften haben die Möglichkeit Lücken in ihrem Schulwissen zu schließen oder Vergessenes aufzufrischen.
Thema des Programmes ist die Mechanik als Teilgebiet der Physik wie sie in der Oberstufe des Gymnasiums gelehrt wird.d) Methoden im Programm
Auf der ersten "Seite" des Programmes bekommt der Nutzer, wie in einem Buch, eine Kapitelübersicht zur Auswahl präsentiert. Der Stoff ist in 16 Lektionen mit einer unterschiedlichen Anzahl von Unterpunkten gegliedert. Ganz nach belieben hat man nun die Möglichkeit eine davon zu bearbeiten.e) Technische Hilfsmittel und Medien im ProgrammIm unteren Teil des Bildes hat man die Auswahl zwischen Lexikon, Formeln, Filme und Aufgaben welche als kleine Bücher dargestellt sind. Auch über diese Icons bekommt man Zugang zu den Lektionen. Hier erfolgt der Einstieg dann aber über das gewählte Gebiet.
Der Button Lexikon führt zu einem eigenständigen Lexikon, in welchem die angebotenen Begriffe alphabetisch (nicht nach Lektionen) geordnet vorliegen.
Unter Aufgaben kann man zu jedem Kapitel mathematische Problemstellungen lösen. Hier muß man jedoch zuerst einmal lernen wie diese Aufgaben aufgeschrieben werden müssen. Aus diesem Grund befindet sich auf jeder Seite mit Aufgaben ein Link zu einer Probeaufgabe, bei der man von einem Tutor alles erklärt bekommt. Diese Probeaufgabe zu lösen dauert über 15 Minuten.
Zu den Aufgaben kann man sich Tips anzeigen lassen (eher spärlich), oder aber den Ansatz bzw. die gesamte Lösung darstellen lassen.Filme listet alle auf der CD enthaltenen Videosequenzen auf. Zu jeder Lektion einer.
Formeln führt zu einer nach den vorhandenen Lektionen gegliederten Sammlung. Hier wird links beschrieben was die Gleichungen beschreiben und rechts wird die Formel dargestellt. Fährt man mit der Maus über die Formelzeichen erhält man eine kurze Erklärung des jeweiligen Zeichens.
Der gesamte Aufbau des Programms orientiert sich stark an einem Schulbuch. An den Stellen wo es möglich ist werden allerdings bewegte Animationen oder aber Videosequenzen eingesetzt. Zu jeder der Lektionen existiert ein Video. Ein großer Teil des Stoffes wird zusätzlich zu der Darstellung am Bildschirm von verschiedenen Sprechern vorgetragen.
Zur Ausführung des Programms muß eine Soundkarte mit Boxen oder Kopfhörern vorhanden sein, ein CD-ROM-Laufwerk neueren Datums und eine Graphikkarte die den Bildschirminhalt mit mehr als 256 Farben anzeigen kann. Zur brauchbaren Benutzung wird ein Pentium 90 empfohlen. Da das gesamte Programm von der CD läuft, benötgt es nahezu keinen Platz (<500k) auf der Festplatte. Der Rechner sollte mit mindestens 16 MB RAM Speicher bestückt sein. Auf heutigen Standardrechnern gestaltet sich die Installation und Benutzung absolut problemlos.Es gibt außer der Verpackung keine schriftliche Dokumentation und kein Handbuch zum Programm. Es ist, wie auf der Rückseite der CD-Hülle versprochen selbsterklärend, bzw. die Hilfe oder andere leicht zu findende Erklärungen stehen zur Verfügung.
Das Programm verfügt über eine übersichtlich gestaltete Funktionsleiste am unteren Rand des Bildes. Hier kann man vor- und zurückblättern, jederzeit das Programm verlassen oder zu einem anderen Teil des Programmes übergehen. Dabei stürzt das Programm nicht ab oder zeigt andere Fehler.
In jeder Lektion des Programmes werden, meist sogar interaktiv, die Standardversuche die die Physik dazu kennt in bewegten Animationen vorgeführt.
Das Programm beschäftigt sich mit dem Lehrstoff Mechanik der Oberstufe im Fach Physik. Es versucht durch vorgestellte und dann vom Nutzer selbst durchgeführte Experimente das Verständnis der physikalischen Zusammenhänge zu erleichtern. Dieser Teil des Programmes erfüllt in weiten Teilen die selbst gestellten Anforderungen. Der Nutzer muß allerdings sehr konzentriert auf alles achten was er hört und sieht, will er die dargestellten Sachverhalte schon beim ersten Durcharbeiten verstehen. Oft wird der neben den Zeichnungen, Filmen, Animationen stehende Text wortwörtlich vorgetragen. An anderen Stellen wird nur ein ähnlicher Text vorgelesen oder es wird deutlich mehr vorgetragen als daneben geschrieben steht. Dieses führt dazu das der Nutzer nicht immer mitlesen kann was vorgetragen wird.Die Benutzung der Aufgabenblätter des Programms muß zunächst in einem über 15 Minuten langen Kurs erlernt werden. Ohne diesen Kurs ist man nicht in der Lage eine der Aufgaben zu lösen. Allerdings zwingt diese Art der Eingabe den Nutzer dazu, immer ganz genau zwischen Einheiten und Größen bzw. Variablen zu unterscheiden. Dieses ist bei vielen Lernenden ein großes Problem. Nicht angenehm, aber wirksam. Es ist ungefähr so als hätte man einen ausgesprochen strengen Lehrer, der großen Wert auf absolute Präzision bei der Darstellung und Lösung von Aufgaben legt.
Insgesamt wirkt das Programm eher wie ein Schulbuch welches einen umfangreichen Experimentierbaukasten und verschiedene aber alle gleich monoton klingende gelangweilte "Männchen" enthält. Wenn man interessiert ist und den Stoff unbedingt lernen will oder muß erfüllt es seinen Zweck, aber es unterhält nicht. Mich erinnert es stark an die Telekolleg Fernsehfolgen.
Das Programm ist zwar für die Oberstufe, also für im Prinzip erwachsene Meschen erstellt, aber wo steht geschrieben das Lernen für Erwachsene keinen Spaß machen darf?
Bearbeitet am 15.12.1998