Hauptseminar: Lernen mit Multimedia WS 98 / 99
Doz. Prof. P.Diephold
Referentin: Ute Wittmann
Analyse und Bewertung der Lernsoftware "Winnie im grünen Klassenzimmer"
1.) Kurzübersicht des Programms
Name: Winnie im grünen Klassenzimmer
Verlag: Cornelsen Software GmbH &Co., Berlin
Autoren/ Konzeption: Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest.
Preis: 199 -, DM für das Komplettpaket "Winnies Welt"
2.) Technische Daten
Systemanforderungen:
Mindestens 386 Prozessor oder höher
Mindestens 8 MB Arbeitsspeicher
CD- ROM- Laufwerk
Für Windows geeignete Soundkarte
Lautsprecher oder Kopfhörer
MS- Windows ab Version 3.1
Bildschirmauflösung von 640 x 480 Pixel
Farbunterstützung von 256 Farben
3.) Beschreibung im Überblick
Benutzer: Kinder im Grundschulalter; Klassenstufe: 3./ 4. Klasse der Grundschule
Einsatzort: Schule Sachkundeunterricht, Themenbereich Biologie
3.1 Inhalt der Lernsoftware "Winnie im grünen Klassenzimmer"
Die Lernsoftware "Winnie im grünen Klassenzimmer" ist keine Lernsoftware im herkömmlichen Sinne, sondern eine Datensammlung zum Thema einheimische Flora und Fauna für die 3. /4. Klasse in der Grundschule und Teil der Lernsoftware- Reihe "Winnies Welt". Das Programm ist aufgeteilt in drei Themenbereiche: die Kleinsäuger, die Singvögel und Blütenpflanzen. Dieses Programm ist für die Nutzung in der Schule konzipiert. Die Datensammlung "Winnie im grünen Klassenzimmer" stellt eine Art multimediales Lexikon dar, in der Tondokumente, Bilder und Graphiken auf 850 Informationsseiten enthalten sind. Ergänzt werden die Sachinformationen noch durch themenbezogene Lieder, Geschichten und Bastelanleitungen, die die Schüler noch auf andere Weise mit dem Sachgegenstand vertraut machen sollen. Die Dokumente sind nach sachlichen, didaktisch-methodischen und assoziativen Gesichtspunkten vernetzt. Die Datensammlung ist so miteinander verknüpft, daß die Systematik der Nahrungskette von den Schülern erschlossen werden kann. Neben den sachbezogenen Daten dieses Moduls gibt es noch ein Grundsystem, das weitere verschiedene Funktionen anbietet wie das Anlegen von Arbeitsmappen, die Bearbeitung der dort abgelegten Seiten und die Verwaltung von ihnen, das Suchen nach bestimmten Themen oder einzelnen Tieren oder Pflanzen, sowie eine Protokollierung der besuchten Seiten sowie ein Ausdruck der Seiten ist möglich.
3.2 Die Reihe "Winnies Welt"
Zusätzlich zum Grundsystem bietet der Cornelsen Verlag in der Reihe "Winnies Welt" auch "Winnie mit der Werkzeugkiste" an, das eine Erweiterung des Grundsystems darstellt. Hier werden als Ergänzungen angeboten:
- Schreib- und Malwerkzeug zur Änderung der Dokumente
- die Möglichkeit, Aufgabenmappen zusammenzustellen
- ein Taschenrechner und ein Rechenblatt
Die einzelnen Wissensbanken lassen sich wie die Werkzeugkiste je einzeln erwerben. Das Komplettpaket "Winnies Welt" enthält die Wissensbanken und die Werkzeugkiste.
Das zugrundeliegende Konzept dieser Lernsoftware- Reihe umfaßt vier weitere Module, die im Rahmen einer Hypermedia-Arbeitsumgebung miteinander verbunden sind. Diese Module können einerseits als Erweiterung der schon vorhandenen Software genutzt werden, um weitere Arbeitsmöglichkeiten mit dem Programm zu eröffnen. Andererseits werden mit ihnen neue Themenbereiche erschlossen. Die Autoren dieser Reihe sehen in dieser Lernsoftware kein Lernprogramm, sondern eine Arbeitsumgebung, in der Sach-, Sprach-, und Matheunterricht miteinander verbunden sind, um die Qualität des Lernens und Übens zu verbessern. Der Gedanke eine Lernsoftware zu konzipieren, mit deren Hilfe die Kinder ihr eigenes Wissen konstruktiv aufbauen, verändern und umgestalten können, steht in direktem Zusammenhang mit dem didaktischen Konzept des Projektunterrichts bzw. des Entdeckenden Lernens, bei der offenen Unterrichtsformen im Vordergrund stehen und der Lerngegenstand in einen größeren Zusammenhang gestellt wird und nicht zuletzt als wichtigstes Kriterium die selbständige Arbeit der Schüler im Vordergrund steht. Der Lehrer soll fachliches und soziales Lernen der Kinder als "Coach" moderieren.
4. Didaktische Analyse
4.1 Anthropogene und soziokulturelle Voraussetzungen
Wie schon erwähnt, ist diese Lernsoftware konzipiert für Kinder im Grundschulalter. Dieses Modul "Winnie in grünen Klassenzimmer" ist für die 3. /4. Klassenstufe vorgesehen. Ausdrücklich wird noch mal von den Autoren betont, daß dieses Programm nicht für die Arbeit zu Hause gestaltet wurde, sondern für die Schule.
Als grundsätzliche Voraussetzung zur Benutzung dieses Programms ist es notwendig, daß die Kinder lesen können und die Handhabung der Maus beherrschen. Ansonsten erfordert das Programm keine speziellen PC- Kenntnisse.
Die Lehrkräfte, die dieses Programm in ihrem Unterricht einsetzen wollen, sollten dem Konzept des offenen Unterrichts positiv gegenüber stehen, um die angebotenen Möglichkeiten der Software auch wirklich zu nutzen. Weitere Bezüge zu übergreifenden gesellschaftlichen Themen eröffnen sich durch das zugrundeliegende Konzept des Lernens in dieser Lernsoftware, wie anhand der im Lehrerhandbuch aufgeführten Beispiele deutlich gemacht wird (Themen wie Ökologie, Kreative Gestaltung des sozialen Raumes; Schulhof). Die Anforderungen an die Lehrkraft gestalten sich schon etwas komplexer, insofern sie sich vor dem Einsatz dieser Software gut mit dem Konzept und den verschiedenen Angeboten der Software auseinandersetzen müssen, um einen adäquate Arbeitsumgebung für die Schüler zu gestalten. Diese Gestaltung bezieht sich im Wesentlichen darauf, daß die Lehrkraft die Möglichkeit hat, bestimmte Parameter entsprechend dem Leistungsniveau seiner Schüler einzustellen, (vor allem für die Arbeit mit dem Modul Winnie mit der Werkzeugkiste von Bedeutung).
4.2 Intentionen
Die Software ist, wie bereits erwähnt, auf den vorfachlichen Sachkundeunterricht mit dem Themengebiet Biologie ausgerichtet. Ausgehend von der Idee, daß die Schüler sich im Rahmen von Projektunterricht selbständig Fragestellungen erarbeiten und sie sich anhand der Wissensbank, die die Lernsoftware beinhaltet, ihre Anworten suchen, ist die Wissensbank zunächst einmal ein Lexikon mit multimedialen Anteilen, das dazu verwendet werden kann. Nach Angaben der Autoren sollte sich "Winnie" in einer Medienecke des Klassenraumes befinden, neben anderen Medien, die zur Aneignung von Wissen genutzt werden können. Da diese Software Teil einer Reihe von weiteren Modulen ist und andere Themenbereiche miteinander verknüpft werden können, wird hier der Aspekt des fächerübergreifenden Unterrichts betont, der wiederum zum Konzept von Projektunterrichts gehört. Die Schüler beziehen ihr eigenes Wissen bei eigenständigen Fragestellungen in ihre Suche nach Informationen mit ein. Es wird ihnen ermöglicht, durch die Protokollierung des Suchweges, den gegangenen Lernweg noch einmal gedanklich nachzuvollziehen und so wird nach Meinung der Autoren das Lernen selbst gelernt. Die Schüler beziehen ihr vorhandenes Weltwissen also ein und sollen für sich selbst neue Lernstrategien zur Aneignung von Wissen entwickeln.
4.3 Methodische Umsetzung
a) Die Datenbank und ihre Erschließung
Die Schüler erhalten zunächst über einen mit sensiblen Feldern versehenen Eingangsbildschirm, in der die drei Bereiche Singvögel, Kleinsäuger und Blütenpflanzen als Gesamtbild dargeboten. Hier werden sie per Mausklick in die entsprechende Abteilung zu einer Übersicht geführt. Von dieser Übersicht ausgehend, gelangen sie dann zu den einzelnen Steckbriefen des einzelnen Objekts. Über Querverweise, in dem Steckbrief, in Form von Hyperlinks, die rot markiert sind, können sie zu weiteren Informationen, die z. B: mit dem Singvogel in Verbindung stehen, kommen.
Eine weitere Möglichkeit. an die gesuchte Information zu kommen, ist über Themenlisten und Suchfunktionen möglich. Dabei eröffnet den Schülern die assoziative Suche die Möglichkeit mittels der Aktivierung von maussensitiven Begriffen zu korresopondierende Dokumenten, die so in der Informationsbeschaffung weiterführen. Durch einfache Befehle kann zu passenden Übersichten gewechselt werden und der Weg kann zurückgegangen werden. Bei der begriffliche Suche können die Schüler gezielt nach Dokumenten suchen. Sie steht in zwei wählbaren Komplexitätsstufen zur Verfügung. Der gesamte Lernweg wird in einem Seitenprotokoll festgehalten. Dies ermöglicht eine Reflektion der Informationsbeschaffung oder eine Wiederholung (besuchte Seiten können auch ausgedruckt werden). Problematisch erscheint hier, daß der Schüler zur vollständigen Erfassung der Suchmöglichkeiten und zur eingehenden Nutzung der Datenbank das Schülerhandbuch gelesen haben sollten, um sich mit der Symbolleiste die unterschiedliche Iken für verschiedene Funktionen enthält, genau vertraut zu machen, so daß es möglich ist alle Recherchemöglichkeiten zu nutzen. Denn in dem Programm selbst gibt es keine weitere Hilfefunktion, die dem Schüler auf dem Weg der Datenbeschaffung zur Verfügung steht.
b) Die Datensammlung am Beispiel Singvögel
Die vorhandenen Informationen zu einem bestimmten Tier werden in Form von Steckbriefen dargeboten. Geht man von der ersten groben Übersicht zu einer detaillierteren, so erhält man zunächst eine bildliche Darstellung der entsprechenden Vogelfamilie und kann sich dann zu dem einzelnen Vogel durchklicken. Die hier erscheinenden Kategorien sind Informationen zur Fortpflanzung; Nahrung/ Feinde und Stimme sowie die farbige Abbildung des entsprechenden Tieres. Diese Kategorien können dann wiederum durch Mausklick aufgerufen werden, so daß man auf die entsprechende Seite gelangt. Der Einsatz von Tondokumenten, die als zusätzliche Information genutzt werden können, nämlich die Stimme des entsprechenden Singvogels, wirkt sicherlich motivierend und weckt das Interesse an einer weiteren Beschäftigung mit der Software. Die schon eingangs erwähnten weiteren Angebote wie Lieder; Geschichten Bastelanleitungen (z. B. für ein Vogelhaus) finden sich hier in der ersten groben Übersicht, wie in den anderen zwei Teilbereichen der Datenbank zu den Themen Kleinsäuger und Blütenpflanzen. Auch hier werden Tondokumente verwendet, indem die Lieder sowohl als Text mit den entsprechenden Noten abgebildet sind und auch vorgespielt werden können. Neben diesem Detailwissen gibt es noch grundlegende wichtige Informationen, die allgemein das Thema Vogel behandeln wie der Knochenbau eines Vogels, der Flügel und das Vogelei als beschriftete Skizzen, an denen sich die Schüler orientieren können. Die einzige Animation der Software "Winnie im grünen Klassenzimmer" ist die Darstellung einer Simulation zur Entwicklung einer Meisenpopulation über einige Jahre hinweg, wobei es den Schülern möglich ist, bestimmte Parameter zu dieser Entwicklung einzustellen. Allerdings steht diese Simulation etwas losgelöst von den sonstigen Informationen dieses Teilbereiches der Datenbank.
Die Umsetzung dieses Teilbereiches der Software halte ich unter dem multimedialen Aspekt für am gelungensten. Die anderen beiden Teilbereiche der Datenbank dieser Software sind ebenso aufgebaut wie der so eben beschriebene. Besonders hervorzuheben ist bei dem Teilbereich Kleinsäuger die Abbildung der Spuren der einzelnen Tiere und anstatt der Kategorie Stimme ist hier die Kategorie Verhalten eingefügt. In dem Teilbereich Blütenpflanzen bei den zusätzlichen Angeboten sind noch Rezepte beigefügt.
c) Die weitere Arbeitsumgebung
Die Verknüpfung zwischen den einzelnen Bereichen erfolgt für jeden Benutzer über die eigene Zentrale, von der aus man zu den Arbeitsmappen und der Datenbank gelangen kann. Durch die Kombination von Wissensbank und den individuellen Arbeitsmappen eröffnen sich den Schülern unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten und zwar sowohl hinsichtlich des individuellen Interessenschwerpunkts, als auch hinsichtlich der Schwierigkeitsstufe für jeden Einzelnen. (Hinzu kommt bei dem Einsatz von Winnies Werkzeugkiste eine weitere Möglichkeit, die Abstimmung auf die individuellen Interessenlagen und das Lernniveau, z. B: die Möglichkeit durch den Lehrer individuelle Aufgabenmappen zu erstellen.) Die Arbeit in den Arbeitsmappen im Grundsystem beschränkt sich auf das Abheften bestimmter Seiten, die da themenorientiert gesammelt, gedruckt und gespeichert werden können. In dem einfachen Arbeitsmappenkonzept ist eine Änderung der Inhalte nur auf der Seitenebene möglich, die einzelnen Seiten können gelöscht und die Seitentitel sowie die Seitenreihenfolge kann geändert werden.
Allgemein kann noch hinzu gefügt werden, daß der Bildschirmgestaltung sehr sachlich und ansprechend ist, allerdings erscheint es bei dem ersten Benutzen des Programms etwas irritierend, daß auf dem Eingangsbild, das dann zu den drei Teilbereichen der Datenbank führt, mehr Tierarten abgebildet sind, als es letztlich Informationen dazu gibt (z. B. Insekten, Reptilien). Sicherlich von Bedeutung für den Einsatz an der Schule ist, daß die Gestaltung sehr klar ist ohne zusätzliche ablenkende Motive, Animationen oder anderes.
d) Medien
Neben der CD-ROM gibt es zwei Handbücher eines für die Lehrkraft und eines speziell für Schüler konzipiert. Das Lehrerhandbuch ist sehr ausführlich und bietet dem Lehrenden wichtige Informationen über die technischen Details wie PC- Voraussetzungen, Installationsanweisung und die Verwaltung einer Schülerdatei. Weiterhin wird das zugrundeliegende didaktische Konzept vorgestellt und im Anhang werden Beispiele für Projektorientierten Unterricht mit dieser Lernsoftware angeboten. Das Lehrerhandbuch umfaßt die Beschreibung aller Module von Winnies Welt und gibt so einen vollständigen Überblick über die gesamte Konzeption dieser Reihe. Wünschenswert wäre allerdings hier, daß die Erörterung der einzelnen Module, die das Grundsystem und die Wissensbank enthalten, ausführlicher wären, hinsichtlich des vorhandenen Datenmaterials und auch in welcher Form und wo die Ton – und Filmdokumente eingesetzt sind. Dazu gibt es nur ein kleiner Hinweis auf der Hülle der CD- ROM. Bei der ersten Verwendung dieser Software ist mit einigem Zeitaufwand hinsichtlich der Durcharbeitung dieses Handbuches zu rechnen.
Das Schülerhandbuch ist sehr anschaulich und gut strukturiert. Es ist in didaktisch kleinen Schritten, den Stationen von Winnie, aufgebaut und wird durch ansprechende Graphiken und Hervorhebungen durch Farbe sowie kindgerechte Bilder ergänzt.
5. Gesamtbewertung
Diese Lernsoftware ist eine gut strukturiertes Programm, daß als ein Teil einer Mediensammlung genutzt werden kann. Auch die Autoren betonen diesen Aspekt. Die Verwendung des Programms im Sinne des schulischen Lernens als Suchen und Finden von neuen Lernwegen bzw.- strategien kann nur dann sinnvoll erfolgen, wenn das Programm zum einen die Erweiterung des Moduls "Winnies Werkzeugkiste" erfährt und dann natürlich die in der Software vorhandenen Daten und die daraus gewonnene Informationen so genutzt werden, daß sie als Grundlage für Diskussionen bzw. zur weiteren Bearbeitung im Unterricht dienen. Hinsichtlich des Anspruchs auf dem Label der CD- ROM, die einheimische Fauna und Flora in der Datensammlung zu beherbergen, taucht schon die Frage nach der Auswahl der Tiere und der Pflanzen, auf die hier getroffen wurde. Sicherlich hat auch ein herkömmliches Lexikon in Buchform nicht alle Informationen und Daten zu diesem Themenbereich aufgenommen, jedoch hätte man sich eine Begründung für die oftmals eigentümliche Auswahl gewünscht (wie schon erwähnt, z. B. keinerlei Insekten, Schlangen). Etwas eigentümlich erscheint es auch, daß inmitten von dem Knochenbau des Vogels und Hundes plötzlich der Knochenbau des Menschen auftaucht; (sicherlich auch ein Lebewesen aus der einheimischen Fauna und Flora, aber ob es in direktem Zusammenhang steht zu den sonstigen Lebewesen?) Wünschenswert wäre es auch, wenn dieses Modul "Winnie mit der Werkzeugkiste" schon in die einzelnen Wissensbanken eingebaut wäre, da die Autoren sowieso davon ausgehen, daß ein "konstruktiver und kreativer Umgang mit den angebotenen Informationen" erst mit diesem Modul möglich wird, wenn man diese Wissensbanken nicht nur zu Recherchezwecken nutzen will. Es stellt sich hier die Frage, wozu dann überhaupt ein abgerüstetes Grundsystem angeboten wird, da doch dieses kreative Gestalten eines der Hauptaspekte in der didaktischen Konzeption der Autoren ist. Sehr positiv zu erwähnen ist, daß das angebotene Informationsmaterial sehr detailliert und ansprechend gestaltet ist. Der Einsatz von Tondokumenten ist meines Erachtens ausreichend, hätte aber auch noch weiter entwickelt werden können; z. B: indem man die abgedruckten Gedichte nicht nur verschriftlicht darbietet, sondern auch als Tondokument, dies hätte man dann wiederum im Sinne von fächerübergreifendem Lernen nutzen können zum Erlernen oder Diskutieren einfacher Reimschemata. In diesem Zusammenhang ist es den Autoren besonders gut gelungen, die Tondokumente als motivierendes Element bei Teilbereich Singvögeln einzusetzen. Diese Darbietung hat hohen interessenfördernden und auffordernden Charakter, das digital Gehörte in der Natur zu überprüfen (z. B: im schulischen Rahmen: Exkursion in den Wald oder zur Vogelstation zum Erkennen von Vogelstimmen in der Natur). Die Software besticht durch ihre klare Struktur in der Darbietung und läßt überflüssiges weg, was zur Ablenkung vom Sachgegenstand führen könnte. Insgesamt ist es ein gelungenes Produkt im Rahmen der von den Autoren vorgesehenen Möglichkeiten.