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Ausgabe #13

Locus Ausgabe Nr.13



Leider können wir den folgenden Artikel nur auszugsweise wiedergeben, da er sonst die Ausgabe des Locus gesprengt hätte. Bei aufkommenden Fragen zum Thema Atom-/Alternativenergien oder zur Gorlebenfahrt selber, wendet Euch bitte an Katja oder eines der anderen Redaktionsmitglieder. Wir danken Johannes Zerbst, der uns diesen Artikel zur Verfügung gestellt hat.
Die Redaktion

Ach hören Sie doch auf, ...

Besichtigung des atomaren Zwischenlagers Gorleben
Am 8.5.1996 herrschte im niedersächsischen Wendland der Ausnahmezustand. Ein aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage "La Hague" stammender Castor-Behälter wurde aufgrund des deutschen Atomgesetzes, welches die Lagerung deutschen Atommülls im Ausland verbietet, im Schutze eines gewaltigen Polizeiaufgebotes ins Zwischenlager Gorleben transportiert. Etwa 10.000 Menschen leisteten erbitterten Widerstand. Die Gewaltbereitschaft seitens der Polizei und Demonstranten stieg, es kam zu Straßenschlachten zwischen einigen Atomkraft-Gegnern und den Gesetzeshütern. Die Resultate waren Verletzte auf beiden Seiten, wütende und verzweifelte Demonstranten und mit der Situation völlig überforderte Polizisten.
Weshalb wird immer wieder mit großer Wut gegen die Atomkraft demonstriert? Ist die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll in Gorleben wirklich sicher? Sind die Argumente der Gegner berechtigt? Gibt es Alternativen zur Atomenergie und wenn ja, warum werden sie nicht angewandt?
Unter anderem diese Fragestellungen führten unser 14köpfiges Grüppchen zu dem Entschluß, einmal selbst vor Ort an einer von der Bereibergesellschaft des Zwischenlagers angebotenen Führung teizunehmen, mit Mitgliedern der Bürgerinitiative zu sprechen, um uns schließlich eine eigene Meinung über die vorherrschenden Zustände bilden zu können.
Freitag, 16.08.1996
Um 10.45 Uhr treffen wir am Informationshaus der BLG (Brennelementlager Gorleben GmbH) in Gorleben ein. Das ganze Dorf sieht herrlich aus, Wohlstand überall. Kein Wunder: Der Staat ließ in den letzten Jahren rund 420 Millionen Mark in den Landkreis fließen, um eine angebliche Strukturschwäche zu beheben. Die Straßen wurden so ausgebaut, daß sie jetzt auch Schwerlasttransporte tragen können. Riesige Polizeikasernen und vieles mehr entstanden, was der Nutzung des Zwischenlagers Gorleben dienlich sein könnte. Die kritischen Stimmen der Kommunalpolitiker gegen den Bau von Zwischen- und Endlager verstummten mit dem Einsetzen des Millionen-Flusses.
Herr Auer, unser Betreuer, erscheint pünktlich um 11.00 Uhr und geleitet uns durch die BLG-eigene Ausstellung über Strahlung, Lagerung und Behältnissicherheit. Was er erzählt, klingt im ersten Moment recht überzeugend: Radioaktive Stoffe senden vier verschiedene Sorten von Strahlung aus: Alpha-, Beta-, Gamma- und Neutronenstrahlung. Die Wirkung dieser Strahlung wird oft überschätzt. Sie verliert auf ziemlich kurze Distanz ihre schädigende Wirkung. Auch die Umwelt ist leicht von ihr abzuschirmen. ... Selbst die Strahlung des Plutoniums sei nur in der näheren Umgebung schädlich, "allerdings sei vom Verzehr abzuraten", sagt uns Herr Auer. ... Nach ca. einer Stunde beendet er seinen beruhigenden Vortrag und führt uns in einen großen Gemeinschaftsraum, um uns einen Film über die Crash-Test-Versuche mit den Castorbehältern zu zeigen. In diesem Film wird unter anderem die Tatsache angepriesen, daß Castor-Behälter eine halbe Stunde bei 800 Grad brennen können, ohne jeglichen Schaden zu nehmen. Bedauerlich ist nur, daß bei Bränden, wo Benzin im Spiel ist, leicht Temperaturen um die 2.000 Grad erreicht werden können. Aber das nur am Rande. ... Desweiteren erhalten wir tonnenweise Infomaterial über die sichere und umweltfreundliche Atomenergie. Um diesen ganzen Kram auch gut transportieren zu können, werden uns tolle Leinentaschen mit dem Aufdruck: "Sichere Entsorgung zum Schutz der Umwelt" BLG zur Verfügung gestellt. Das Kartenspiel: "BLG - Ein Trumpf in der Entsorgung" ist leider nicht mehr erhältlich. Schade eigentlich.
Etwas später fahren wir endlich zum 2 km entfernten Zwischenlager. ... Unter den ständigen Anweisungen der Wachleute führt uns Herr Auer als erstes zum Faßlager. Nach etlichen Sicherheitstüren stehen wir schließlich auf einer Bedienungsbrücke und blicken durch die Scheibe auf eine Halle hinab. Dort hiefen gerade ein paar Arbeiter mit einem Lastkran atomare Fässer zwischen diversen Gerätschaften hin und her. Wieder erzählt man uns eine Menge von Sicherheit. Doch nun ist es langsam von unserer Seite aus Zeit, kritische Fragen zu stellen: "Was hat es mit dem Transnuklearskandal auf sich?" "Nun ja, das ist eine dumme Sache", erklärt uns Herr Auer nach anfänglichem Zögern mit traurigem Hundeblick. "Es gab da mal einen Wettbewerb zwischen mehreren Firmen, was 1200 atomare Fässer angeht und ... äh ... nun ja, es sind Schmiergelder geflossen. Das führte dazu, daß in den Begleitpapieren nur ungenaue Angaben über den Faßinhalt gemacht wurden ... äh ... der Inhalt einiger Fässer ist leider gänzlich unbekannt. Diese müssen ausgelagert und extern noch einmal auf den Inhalt untersucht werden." ... "Ist diese Auslagerung schon abgeschlossen?", wollen wir wissen. Herr Auer gibt uns zu verstehen, daß wir der Auslagerung gerade beiwohnen. Alles ganz ungefährlich...
Wir verlassen das Faßlager und begeben uns in Richtung Castor-Halle. Unterwegs erkundigen wir uns danach, ob es wahr ist, daß der erste Probe-Faß-Transport 1984 nicht in die Halle einfahren konnte, weil die Toreinfahrt 30 cm zu niedrig war. Man bestätigt es uns: "Das war eine unglückliche Fehlplanung, die dadurch zustande kam, daß..."
Wir betreten die Castorhalle. Fröhlich erzählt uns Herr Auer, daß noch vor 2 Monaten niemand unter 18 Jahren diese Halle habe betreten dürfen, da der Kontrollbereich die ganze Halle umfaßte. Um sie zu besichtigen, hätten wir Schutzkleidung und ein Dosimeter (Gerät zur Messung der Strahlenbelastung) tragen müssen. Inzwischen habe sich das aber als unnötig erwiesen und man habe beantragt, den Kontrollbereich bis auf 20 m vor den Behältern einzugrenzen. Einige von uns bekommen Kopfschmerzen, als wir schließlich den beiden berüchtigten, schon eingelagerten Behältern gegenüberstehen. Wird wohl psychosomatisch sein...
Hier muß der Atommüll also 40 Jahre auskühlen, in Behältern, die ursprünglich zum Transport der abgebrannten Brennelemente und nicht zur jahrelangen Lagerung derselbigen gedacht waren. Zwei Behälter stehen schon drin, 418 weitere sollen folgen.
Herr Auer erklärt uns die Belüftung der Halle und fordert uns auf, nach oben zu schauen. Aha, die Öffnungen an der Decke, durch die das Tageslicht hereinscheint, sind also die Belüftung und gleichzeitig die Kühlung. Die Filter müssen ja dünn sein, daß das Tageslicht dort durchscheinen kann. Man klärt uns aber dann darüber auf, daß es gar keine Filter gibt. Die Strahlung reiche ja nicht so weit und deshalb hätte der Einbau nur unnötige Kosten erzeugt. Auf die Frage, was denn mit dem kontaminierten Staub passiere, der durch Wartungsarbeiten aufgewirbelt ungehindert in die Außenwelt gelangen kann, antwortet man uns: "Wir machen hier öfter mal sauber." Na dann ist ja alles gut!
"Was passiert eigentlich, wenn die Behälter nicht mehr gekühlt werden", möchten wir wissen. "Dann entspricht das nicht den Auflagen", lautet die Antwort. "Und was passiert dann?" "Dann können sie nicht endgelagert werden" Aha. Eine wissenschaftliche Antwort möchte uns Herr Auer wohl nicht geben, stellen wir nach dreimaligem Nachfragen fest: Die BI (Bürgerinitiative) Lüchow Dannenberg meint, daß die Behälter in diesem Fall auseinanderbrechen.
Auf Anfrage wird uns auch bestätigt, daß das Zwischenlager Gorleben (wohlgemerkt alles oberirdisch) in einem Tieffliegergebiet liegt. Die Halle ist nach normalem Baurecht gebaut und gegen Flugzeugabstürze nicht geschützt, aber die Behälter würden so einen Absturz erwiesenermaßen aushalten, versichert man uns. Wie beruhigend...
Da man einen Castor-Behälter im Moment noch nicht im Zwischenlager Gorleben reparieren kann, interessiert uns, was passiert, wenn ein Castor seinen Geist aufgibt. "Das ist unmöglich. Castor-Behälter gehen nicht kapputt", lautet die Antwort. "Und wenn doch?" "Dann wird Blei in das entstandene Leck gestopft und der Behälter ins nächste Atomkraftwerk (AKW) transportiert." Wunderbar, dann ist ja alles bestens...
Wir verlassen diesen Ort der Sicherheit und fahren in das 2 km entfernte Gedelitz, wo wir bei Bauer Wiese zelten wollen. Es ist wunderschön dort und der Rest des Tages wird mit Spaziergängen, Lagerfeuer und Gitarre verbracht.
Samstag, 17.8.1996
Wir treffen um 10.00 Uhr am Infohaus des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) ein. Herr Jahnsen erwartet uns schon und beginnt sofort in einem ähnlichen Stil wie Herr Auer von der Sicherheit des geplanten Endlagers zu erzählen. Es gibt wieder tolle Leinentaschen made in India und massenweise Infokram. Auch hier erfahren wir eine Menge schöner Dinge. In Gorleben laufen seit Jahren Untersuchungen aufgrund eines zukünftigen Endlagers. Man hat vor, hochradioaktiven Müll in einem Salzstock zu lagern. Auf die Frage, wie man denn die Sicherheit des Salzstocks in Bezug auf tektonische Verschiebungen und Wassereinbrüche auf lange Sicht garantieren kann, antwortet uns Herr Jahnsen, daß man das gar nicht muß. Das Gesetzt in Deutschland verlangt nur eine sichere Entsorgung über einen Zeitraum von 10.000 Jahren. Alles andere liegt außerhalb der menschlichen Verantwortung. Doch nicht nur geologische Entwicklungen stellen eine Gefahr für eine sichere Endlagerung in einem Salzstock dar. Neben der von den Abfällen ausgehenden Radioaktivität ist auch die enorme Wärmeentwicklung ein großes Problem. Kritiker befürchten, daß in dem Mineral Carnallit molekular gebundenes Wasser unter andauender Wärmeeinwirkung frei wird und kontaminiert an die Oberfläche gelangt. Andere Länder, beispielsweise die USA, haben Salzstöcke als sicheren Endlagerplatz bereits verworfen .... Nachdem uns Herr Jahnsen eine halbe Stunde lang die unterschiedlichen Halbwertzeiten von radioaktiven Stoffen aufgezählt und uns mehrere Propagandafilmchen gezeigt hat, beginnt endlich so etwas wie einen Diskussion. Unsere Fragen und Einwände schweifen langsam in den philosophischen Bereich ab, da wir hoffen, Herrn Jahnsen damit aus der Reserve locken zu können.
Und da erhalten wir dann plötzlich auch unerwartet ehrliche und erschreckende Antworten, Schlüsselantworten auf all die Fragen, die sich unserer Gruppe von Anfang an stellten.
Frage: "Finden Sie es nicht unmoralisch, daß aus dem wegen mangelnder Sicherheit stillgelegten AKW Greifswald Brennelemente für eine Mark in ein noch wesentlich unsichereres AKW nach Ungarn verkauft worden sind? Dort stellen die Gesetze weniger Anforderungen an die Sicherheit. Ist es da nicht skrupellos, in Deutschland von Sicherheit zu sprechen und dann so etwas zu machen?"
Antwort: "Ach hören Sie doch auf, das hat nichts mit Moral zu tun. Hier geht es um Geld. Wenn wir die Brennelemente nicht liefern würden, täte es Rußland. Außerdem ist es doch eine wunderbare Lösung: Wir müssen uns nicht mehr um die Endlagerung kümmern und das Zeug verursacht uns keine Kosten." Wir lernen, daß Moral an den Grenzen halt macht. Wenn es in der Wirtschaft überhaupt so etwas wie Moral gibt.
Frage: "Wie finden Sie es, daß die Firma Siemens auch nach der Tschernobylkatastrophe noch AKWs exportiert, teilweise sogar in Diktaturen, wo sie nicht durch neutrale Gutachter kontrolliert werden können und so ein Potential für weitere Störfälle bilden?"
Antwort: "Na hören Sie mal, wenn die amerikanische Autoherstellerfirma Cadillac ein Auto nach Deutschland verkauft und der neue Besitzer damit einen tödlichen Unfall hat, kann man doch dafür nicht den Hersteller oder womöglich ganz Amerika verantwortlich machen." Ach ja, eine schöne Metapher. So sieht also die Wirklichkeit aus...
Abends besucht uns Bauer Wiese am Lagerfeuer und erzählt uns seine Geschichte. Anfang der 60er Jahre sollten in Deutschland die ersten AKWs gebaut werden. Damals kaufte Bauer Wiese Aktien der Herstellerfirma. Diese Aktien galten neben denen der Waffenfirmen als eine der sichersten Investitionen. Auch der Staat investierte Milliarden in die Atomforschung, weil man unabhängiger von Ölimporten werden wollte. Doch Bauer Wiese begann nachdenklich zu werden, da sich nun auch kritische Stimmen häuften und plötzlich keine 2 km von seinem Hof entfernt ein riesiger Komplex aus Zwischen-/Endlager, Konditionierungs- und Wiederaufbereitungsanlagen entstehen sollte. Er begann sich zu informieren und war schockiert über die Hintergründe. Seitdem ist Bauer Wiese fest in der Anti-Atom-Bewegung verwurzelt. ...
Sonntag morgen, 18.8.1996
Bauer Wiese erzählt uns zum Abschied noch von seinen Versuchen, auf eine alternative Energieversorgung umzusteigen, und warum manche gescheitert sind. Erfolgreich war der Bau einer Solaranlage auf dem Dach, die uns unwissentlich die drei Tage unseres Besuches mit heißem Wasser versorgt hat. Vor Jahren wollte er sich eine Windkraftanlage hinters Haus stellen. Davon ist aber nur der Turm geblieben. Man hatte ihm keine Genehmigung erteilt, da die Anlage "das Landschaftsbild störe". Direkt daneben stehen die Reste einer Biogasanlage. Im Moment baut Bauer Wiese an einer Holzgasanlage. Und dann gibt es da ja noch die Photovoltaik...
Es wäre schon längst möglich, die Atomenergie durch Alternativenergien zu ersetzen. Die Energiewirtschaft hätte auch das nötige Kapital, einen solchen Wechsel zu bezahlen. Eine Dezentralisierung der Energieversorgung würde aber bedeuten, daß weniger Menschen auf die Atomkraft angewiesen wären und die Betreiber dadurch weniger verdienen würden. ...
Wir dachten immer, daß Gesetze unter anderem die Menschen vor den Fehlern der Wirtschaft schützen. Leider ist es anders: Einige Gesetze schützen die Wirtschaft vor dem Freiheitsstreben der Menschen. Die Atomkraft nimmt gegenüber anderen Energien eine privilegierte Stellung ein: Der Gewinn ist steuerfrei, die Monopolstellung der Energiewirtschaft wird geschützt, in die AKW-Forschung werden vom Staat hunderte von Millionen DM investiert, während die alternativen Energien keinen Markt finden und kaum unterstützt werden. ...
Wir nehmen Abschied von Bauer Wiese und fahren auf dem Heimweg noch einmal am Zwischenlager vorbei zum Gelände des zukünftigen Endlagers. Die Mauer von Gorleben ist in Deutschland berühmt-berüchtigt. Stacheldraht, doppelte Zäune, Suchscheinwerfer, in regelmäßigen Abständen eingebaute Wasserwerfer und mißtrauisch dreinblickende Wachmänner. Generationen von Demonstranten haben sich an dieser Mauer schon die Zähne ausgebissen.
Und plötzlich treten einem wieder die Bilder vor Augen, die man auf der Demonstration gegen den zweiten Castor-Transport sehen mußte: Zehn Hubschrauber, sechs Wasserwerfer und ein schweres Räumgerät bahnen mit 19.000 Polizisten dem Castor den Weg. Sechs Stunden brauchen sie für 19 km, denn immer wieder setzen sich Demonstranten auf die Straße. Die Befehle: "Polizeikette Marsch, Wasserwerfer Marsch!" hallen über das Feld und man muß mitansehen, wie von einer Einheit kleine Kinder und alte Menschen getreten und geschlagen werden, noch bevor sie sich zu den Hütern des Gesetzes umdrehen können.

Zum Schluß
Die Aktionen der Atomkraftgegner beschränken sich nicht allein auf Demonstrationen und Proteste am Tag X. So versuchen zum Beispiel drei Anwohner seit 13 Jahren, eine gerichtliche Entscheidung gegen die Lagerung von Atommüll in Gorleben durchzusetzen. Am 2.September 1996 kam es erstmals zu einem Gerichtsurteil des 7. Senats des Oberverwaltungsgericht Lüneburg. Und es ging ganz schnell: Innerhalb von fünf Minuten handelte der Senatsvorsitzende die Sicherheitsmängel des Lagers und auch die Mängel des Genehmigungsverfahrens ab. Es wurden alle Klagepunkte abgeschmettert, welche die drei Kläger im Laufe der Jahre auf mehreren tausend Seiten dargelegt hatten. Das Urteil: "Der Genehmigungsbescheid leidet nicht an Mängeln, durch welche die Kläger in ihren Rechten verletzt werden." (Quelle: taz) Das heißt, daß bis zum Jahre 2034 weiter Castorbehälter im Zwischenlager Gorleben aufbewart werden dürfen. Eine Revision gegen sein Urteil hat der Senat nicht zugelassen. Der Rechtsanwalt, der die Gorlebenkläger vertritt, wird sich nun an das Bundesverwaltungsgericht wenden, um dort Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einzulegen. So möchte er eine Überprüfung dieses ersten Urteils durch die nächste Instanz möglich machen.
Doch eines sollte man bei diesem ganzen Hin und Her um Gorleben, Castor-Transporte usw. nicht aus den Augen verlieren: das eigentliche Ziel. Und das besteht darin, endlich auf Alternativen zur Atomenergie zuzugreifen.

Johannes Zerbst, K2