|
Locus Ausgabe Nr.14
Locus am Ende
Irgendwie verliert man die Lust daran eine Zeitung zu machen, wenn mehr Streß und Resignation bleibt als Spaß am Schreiben und Bekanntwerden.
Nein - nicht nur diese Ausgabe ist an ihrem Ende angelangt. Der LOCUS steht kurz davor endgültig einzugehen. Seit Anfang dieses Jahres sind wir noch zu fünft - auch im Jahr vorher sah es schon bedrückend aus - jetzt aber sind wir an der Stelle angelangt, an der es nicht mehr weitergeht.
Eine Schülerzeitung zu machen, heißt bei weitem nicht nur, Artikel zu schreiben. Nebenbei muß man sich noch um das Layout kümmern, Werbung und Papier besorgen, drucken und heften gehen - vom Verkauf, Plakaten, dem vorherigen Gespräch mit Hr. Jacob etc. mal ganz zu schweigen. Das bedeutet zur Zeit für jeden von uns, daß er pro Ausgabe mindestens ein bis zwei Wochen lang jeden Nachmittag für den LOCUS arbeitet - neben Klausuren und Abitur.
Dazu kommt die Enttäuschung, wenn alles nicht so klappt, wie es eigentlich gedacht war, wenn wie bei der vorigen Ausgabe der Verkauf - besonders in den unteren Klassen - nicht klappt und wir auf einigen Exemplaren sitzenbleiben. Was nützt es uns, wenn uns in den 12. und 13., sowie bei den Lehrern fast jeder unterstützt, wir aber in den anderen Klassen fast überhaupt nicht gelesen werden? Unser Ziel ist es eigentlich, eine Schülerzeitung für die gesamte Schule zu machen. Es ist kein so großes Wunder, wenn man es näher betrachtet, sind wir doch selbst nur in den beiden genannten Klassenstufen beheimatet.
In fast jeder Ausgabe steht ein Aufruf, sich bei uns zu melden - was dabei herauskommt... (Es sei hier auch noch angemerkt, daß wir bereit sind,Texte, die ein gewisses Niveau erreichen jederzeit abzudrucken). Ähnlich verhält es sich mit Fanbriefen, Kritiken und Reaktionen überhaupt. Es ist zwar schön, immer wieder gesagt zu bekommen, wie toll man eigentlich doch ist, aber das geschieht meistens von denjenigen, die man gut kennt und die sowieso selten etwas gegen die Aufmachung und die Artikel haben.
Der LOCUS ist nicht nur eine einfache Zeitung. LOCUS präsentiert diese Schule im WorldWideWebb, es sind LOCUS - Mitglieder, die sich um den Internetzugang kümmern. Wir haben es ins Fritz - Radio geschafft und selbst im SPIEGEL konnte man uns bewundern. Wir waren die erste Schülerzeitung, die es geschafft hatte Multimedial auf Diskette zu erscheinen.
Wir sponsorn vom eingenommenen Geld (nein - das ist nicht viel) Rockkonzerte im FEZ und All und spenden auch mal, wenn Geld für Puschkin nötig ist.
Unsere Hauptaufgabe bleibt es aber, Sprachrohr für die Schüler - für Euch - zu sein.
Die Rechnung, die am Ende bleibt, ist relativ einfach: Wir schaffen es einfach nicht mehr, den LOCUS am Leben zu erhalten - entweder Ihr helft uns, was vor allem heißt, daß sich neue Schüler finden, die mitschreiben, mithelfen, mitverkaufen - kurz: zur Redaktion gehören, oder wir werden mit der nächsten Ausgabe unser Erscheinen einstellen. Es ist Eure Entscheidung, ob Ihr diese Schülerzeitung weiter erhalten wollt.
Alle, die daran interessiert sind, daß der LOCUS erhalten bleibt - seid bitte am
Freitag, dem 20. 12. (das ist der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien), nach der dritten Stunde im Konferenzraum - wohlgemerkt, daß ist die letzte Chance, um den LOCUS zu
retten.
die redaxion
|