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Ausgabe #15

Locus Ausgabe Nr.15



Schulprofil und andere Neuigkeiten

Dieser Artikel soll den Leser über einige mehr oder weniger wichtige Dinge aus Gremien unserer Schule informieren.Vielleicht können durch ihn auch Diskussions- und Konfliktbereitschaft sowie Einsatzwillen angeregt werden.
Da ist es schon einmal sehr schön einen solchen Artikel gleich mit zwei Dankesübermittlungen beginnen zu können. Der erste Dank gebührt allen Eintrittzahlern und Spendern anläßlich des vergangenen Weihnachtskonzerts. Die Spendensumme, die dem Schüleraustausch mit St. Petersburg zugeht, betrug insgesamt 3465,80 DM, was nach Aussage von Herrn Schmidt die von den bisherigen Weihnachtskonzerten höchste Summe ist (schon toll,oder?).
Der zweite Dank gebührt allen am Tag der offenen Tür beteiligten Schülerinnen und Schülern, die Arbeit und Freizeit in das Gelingen dieses Nachmittags investiert haben.
Die schöne ("heile") Welt, die die Besucher an diesem Tag hier vorfinden konnten, bringt mich zum Hauptthema der derzeitigen Diskussion in den Schulgremien - unser SCHULPROFIL.
Schulprofil ist ein Begriff, mit dem die Wirkung unserer Schule nach "außen" und auf ihre Schüler beschrieben wird. Er umfaßt gleichzeitig die möglichen und nötigen Änderungen, um die Schule attraktiv zu gestalten.
Dazu existieren (unter den Lehren, Schüler haben sich bislang nur einige geäußert) verschiedene Auffassungen. Diese können hier nur in einem groben Überblick dargestellt werden, da der LOCUS sonst Buchformat erreichen würde.
Eine Auffassung ist, Schule habe etwas mit Identifikation der Schüler und Lehrer mit ihr gemein. Das bedeutet, es könnten mehr Aktivitäten und Höhepunkte im Schuljahr geben, nicht nur das Weihnachtskonzert und Schüleraustausche. Das SkatTurnier vom 4.2. war sicherlich ein Anfang, Schulfete oder Rockkonzerte sind weitere Möglichkeiten. Auch Arbeitsgemeinschaften für interressierte Schüler wären einer Profilierung zuträglich. Persönlich möchte ich hinzufügen, daß eine stärkere Positionierung der Schüler bei Problemen, die sie betreffen - mittels Gremienarbeit oder Schülerzeitung (LOCUS) - wünschenswert wäre. Allerdings ist es dazu nötig, daß die Meinungen und Argumente der Schüler ernsthaft behandelt und besprochen werden, so sie denn angemessen vorgetragen werden. Eine weitere Auffassung zur Profilierung bezieht sich auf Schulfächer. Sie schließt jedoch die vorher genannte nicht aus.
Die Fachkonferenz Naturwissenschaften hat vorgeschlagen, für kommende Jahrgänge schon ab Klasse 7 Physik einzuführen, zusätzlich sollen die Mathematikstunden von 3 auf 5 Wochenstunden erhöht werden. Dafür soll beim Musik-, Kunst- und Sportunterricht gekürzt werden. Dies soll für zwei von möglicherweise vier einzurichtenden Klassen geschehen. Das Problem dieses Vorschlags liegt darin, daß diese Physikförderung ab Klasse 10 endet. Dann könnten eventuell Schüler aus der "normalen" und der Profilschiene gemeinsam Unterricht haben. Es ist zugesagt, daß die Profilklassen keinen Vorgriff auf Themen der Klasse 11 bis 13 haben, so daß dann alle denselben Stoff neu gelehrt bekommen. So soll gesichert sein, daß für niemanden Vor- oder Nachteile entstehen. Aus meiner Sicht scheint es kaum glaubhaft, daß Schüler, die in einem Fach mehr Unterricht bekommen, nicht besser sind als andere, so daß die Chancengleichheit erheblich gefährdet scheint. Außerdem halte ich die Fächerprofilierung für weniger wichtig als die Diskussion und Gedanken über außerunterrichtliche Aktivitäten und mehr Mitgestaltung an ihrer Schule. Abschließend sei zu diesem Thema bemerkt, daß es Bestrebungen gibt, Schüler ab Klasse 5 an unserer Schule zu unterrichten.
Ein weiteres Thema waren die Abiturprüfungen, die bisher planmäßig und reibungslos verliefen. Hierzu nur eine Bemerkung: Sollte ein Schüler selbstverschuldet zu spät zur schriftlichen Prüfung erscheinen, so darf er trotzdem an der Prüfung teilnehmen. Es ist jedoch unüblich, ihm die verlorene Arbeitszeit am Ende zuzugestehen, er muß also mit verkürzter Arbeitszeit leben.
Es gibt natürlich noch mehr diskutierte Dinge, die aber hier nicht alle aufgezählt werden können.

Diese Informationen waren aus der Schulkonferenz (4 Lehrer, 4 Eltern, 4 Schüler - alle stimmberechtigt) und der Gesamtkonferenz (alle Lehrer, 2 Schüler, 2 Eltern - nur Lehrer stimmberechtigt ). Diese beiden Versammlungen tagen bald in einer gemeinsamen Sitzung um über das Schulprofil, also über Veränderungen an unserer Schule zu sprechen. Solltet Ihr also Vorstellungen über Änderungen bei uns haben, laßt es mich wissen! Nur so kann ich Schüler als deren Vertreter optimal vertreten. Auch für Fragen zu allen geschilderten und ausgelassenen Themen sowie zu Ratschlägen stehe ich zur Verfügung.

Björn Matthes (12)