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Ausgabe #15

Locus Ausgabe Nr.15



Splitter

von Karo

LOCUS in grau
Nach innerredaktionellen Verbal- und Non-Verbalkämpfen ("Diese Umweltschützer! Ich bin umzingelt!" ) erscheint LOCUS nun endlich auf 100% Altpapier.

Bunte Mülleimer
Nach langen, schwierigen Recherchen ist es uns gelungen, das Rätsel um die Mülleimer zu lösen: Grün kommt in blau, schwarz in gelb und blau wird grau. Kariert und liniert wird durch zwei geteilt, Plaste und Elaste kommt nach links. Vier- bis Sechseckiges legt man unter den Deckel und sagt dazu "PIEP". Kotzen ist Öko. Alles klar?

Fürs nächste Mal
Unsere Schule leidet unter akutem Papiermangel, doch fürs schriftliche Abi bekamen wir Dreizehner dann doch noch durchschnittlich zehn Seiten liniertes Papier. Was für welches? Nichts als bleichweißes Papier! Na toll! Wir Recyclingpapierliebhaber konnten ja schlecht das Abi wegen des Papiers boykottieren. Sicher, wir sind die Minderheit (noch), aber gilt nicht Minderheitenschutz? Sollte nicht gerade die Schule zukunftsweisendes, verantwortungsbewußtes Handeln - und damit auch diese Kleinigkeit der bewußten Papierwahl - fördern anstatt sie zu unterdrücken? Es soll ja niemandem Ökopapier aufgezwungen werden, nein.
Aber fürs nächste Jahr wünsche ich mir, daß von der verantwortlichen Stelle auch an ein gewisses Kontingent von Schreibpapier mit dem Umweltengel gedacht und dieses in den Abiklausuren auch zur Verfügung gestellt wird. Auf daß es die dann streßgeplagten Abiturienten, die dieses dem weißen vorziehen, beflügle!

Öffentliches Marketing
Wer in den letzten Tage mit offenen Augen durch unsere altbekannten Schulflure gewandelt ist, der konnte einiges an Veränderungen oder auch Verzierungen bewundern. Wie durch Zauberhand erstrahlte unsere Schule in neuem Glanz. Bilder hier, Wandzeitungen da, Skulpturen dort.
Jeder Fachbereich hatte sein Bestes getan, um die schon leicht angestaubten Wandzeitungen auf Vordermann zu bringen und alte Bilder gegen neue auszuwechseln. Was war geschehen? Hatte das Phänomen Frühjahrsputz Einzug in unser Schulgebäude gehalten? Oder hatten etwa die verfrühten Sonnenstrahlen unsere Lehrer dazu beflügelt, Schülerarbeiten nicht in Schubfächern abzulegen und zu vergessen, sondern in den Schulfluren und Treppenhäusern für alle sichtbar auszustellen? Oder aber ergab sich die hohe Verschönerungsmotivation aus der Tatsache, daß wieder einmal der Tag der offenen Tür anstand und damit der Konkurrenzkampf der Gymnasien um die Gunst der potentiellen Schüler und deren Eltern?

Nachgeriegelt
Nur der Könner des geschulten Blick fürs Kleine, Unauffällige, also fürs Detail konnte vor einigen Wochen mit Erstaunen eine minimale Veränderung an den WC-Türen wahrnehmen. Das ist zwar ganz schön, aber wo bleiben die Riegel? Sollen wir uns etwa noch bis zur Komplettsanierung - laut Hausmeister in ein oder aber auch zwei Jahren - mit der Unverriegelbarkeit der Kabinen herumplagen? Es kann doch nicht so schwer sein (und auch nicht zu teuer), Riegel anzubauen oder schiefe auszurichten. Auf jeden Fall lassen wir das Hausmeisterargument, daß wir Schüler neu angebrachte Riegel sowieso wieder abmontieren würden, nicht gelten.