Karriere als Schriftsteller
Nach dem zweiten Weltkrieg beginnt Sartres Laufbahn
als freier Schriftsteller. Er wird zum gefeierten Philosoph, Romancier
und Bühnenautor. Seine immense Arbeitskraft erfaßt alle Bereiche
schriftstellerischer Produktion. Umfangreiche philosophische Studien, Romanzyklen,
Erzählungen, Theaterstücke, Drehbücher, politische Streitschriften,
Zeitungsartikel, Reiseberichte erscheinen in dieser Zeit und verkaufen
sich weltweit in Millionenauflagen. 1964 erhält er den Literaturnobelpreis,
den er jedoch ablehnt.
Als Anhänger der marxistischen Idee unternimmt Sartre zahlreiche Reisen
in die Sowjetunion, nach Kuba, nach Ungarn und in die CSSR. Jedoch bezieht
er in seinen Werken und auf der politischen Bühne stets kritisch Stellung
zum realen Sozialismus. Innenpolitisch kritisiert er die Unterdrückung
der Meinungsfreiheit sowie mangelnde Freizügigkeit, außenpolitisch
verurteilt er scharf die Praxis sowjetischer Interventionspolitik in sozialistische
Nachbarländer.
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